Warum ist das Saarländische Uhrenmuseum interessant?
Zu Beginn wurde das Saarländische Uhrenmuseum von der Uhrmacherinnung des Saarlandes mit Hilfe von Leihgaben bestückt. Man gab sich große Mühe interessante Objekte zur Verfügung zu stellen. Die Innung wurde in der Zwischenzeit aufgelöst, da es immer weniger Uhrmacher gibt, so dass das Saarländische Uhrenmuseum begann, fehlende Objekte aus der Geschichte der Zeitmessung anzukaufen, um Lücken zu schließen. Heute gibt es nur noch einzelne Stücke, die nicht im Museum vorhanden sind, z B. eine Parkuhr…
Die Sammlung von Elementaruhren ist einmalig vielfältig.
Im Prunkuhrenraum finden Sie z. B. eine Uhr mit der Apostelwanderung, eine Comtoise aus der Zeit der französischen Revolution, eine Kugellaufuhr, Mystrieuse u. v. a. m. Hier vier schöne Objekte aus diesem Bereich:




Da Taschen- und Armbanduhren nicht viel Platz einnehmen, sind dort zusätzlich besondere Objekte zu finden: Schmuckuhren, Schwesteruhren, eine Puja-Uhr, Accutron-Uhren, eine Atmos und nicht zuletzt eine Atomuhr.
In der Werkstatt finden Sie alle uns bekannten Uhrmacherwerkzeuge incl. Beschreibung der Verwendung. Dazu natürlich auch eine Präzisionspendeluhr, eine Luxemburger Kopfuhr, Spieluhren,…
Videos zu Flötenuhren, Knödelfresser, Zeitbeisser, Kuckucksuhren, Trompeteruhr usw. finden Sie im Informationssystem der Schwarzwaldstube. Zusätzlich werden Sie dort über den griechischen Ursprung unserer europäischen Kultur und die 1848er Revolution informiert.
Und nicht zuletzt sind es die Geschichten, die manche Uhr so interessant macht. Die Geschichte der Marie-Antoinette finden Sie im Informationssystem – falls Sie Ihnen nicht bekannt sein sollte -, aber, was hat z. B. eine Wiener Säulenuhr mit den Nobelpreisträgern Robert Koch und Gerhart Hauptmann zu tun?
Oder wissen Sie warum wir zweimal zwölf Stunden zählen? Die französische Revolution hat es 1793 mit der Dezimalzeit probiert (ein Tag zu 10 Stunden, eine Stunde zu 100 Minuten und eine Minute zu 100 Sekunden, damit wäre Mittag um 5 Uhr!). Falls gewünscht, können Sie sich hier die aktuelle Dezimalzeit anzeigen lassen.
Die Teilnahme an einer Führung lohnt sich!